Das muss man eigentlich mehrfach lesen…

Hallo ihr Lieben,

am Freitag haben wir dieses Schreiben der TK erhalten (ein Auszug ist beigefügt). Je öfter man es liest, desto mehr wird einem der Inhalt zwischen den Zeilen bewusst.

Im Grunde haben wir natürlich darum gebeten, best möglich für unsere Tochter zu entscheiden. Man versteht den Wunsch bei der Techniker Krankenkasse auch, jedoch kann man ihn nicht erfüllen (Bitte lest es einfach nochmal).

Also fassen wir zusammen: In einem Land wie Deutschland, das medizinisch und in allen politischen Belangen eigentlich so fortschrittlich ist, kann für die Kinder dieses Landes nicht positiv entschieden werden. Es geht nach Regeln des Geldes – nach nichts anderem.

Dabei muss man sich auch vor Augen halten, dass durch eine Operation nach herkömmlicher, alter Art, Folgekosten ohne Ende entstehen (Bandscheiben, Arthrose, Lähmungserscheinungen in Armen und Beinen, Kurzatmigkeit, Quetschung der inneren Organe, Schmerzmittel etc – ach ne, müssen wir ja selbst zahlen). Man schlägt uns zum Beispiel vor, Helena in ein Korsett zu stecken. Das wurde von Fachärzten klar abgelehnt. Über Jahre hinweg in einem Korsett, um zu sehen, ob es hilft. Die Kosten hierfür belaufen sich nach unseren Recherchen auch auf ca 15000 bis 20000 Euro. Im Wachstum, immer erneuern, anpassen, etc. Dabei ist nicht klinisch bewiesen, dass das Korsett eine Wirksamkeit hat. Aber eine Teil-Beteiligung an der dynamischen OP kann aber nicht zugesagt werden.

Das muss man sich schlicht und ergreifend durch den Kopf gehen lassen – und dabei mehrfach schlucken.

Denkt mal drüber nach – gerne TEILEN und / oder Kommentieren.

Danke, und danke an alle Unterstützer
Peter Wirtz-Gericke

4 Kommentare

  1. Jörg Thomas Dillmann

    Ich verstehe dieses Deutschland nicht mehr! Damit stehe ich wohl nicht alleine. Hier geht es um die Gesundheit eines lebensfrohen, aktiven und lebensbejahenden Kindes. Mein Post ist vielleicht etwas zu emotional, weil ich selbst eine Tochter habe, die zwar schon siebzehn ist, aber dennoch eine Tochter, mein Kind, dass seine Mutter vor einem Jahr verloren hat und nun Kraft durch „ihr“ Pferd, den Tanzsport, den Sport allgemein und ihre Freunde, die sie dort kennengelernt hat findet. Sie sagte: Ich bin so traurig, nachdem ich die Geschichte von Helena erfahren habe. Ich weiß nicht, wie ich weiterleben könnte, wenn mir mein Sport, das Tanzen und die damit verbundenen Freunde verloren gingen. Wir leben in einem der reichesten Staaten dieser Welt. Unsere Krankenkassen fahren imense Gewinne ein, aber für die Lebensqualität und die Lebensfreude eines Kindes ist augenscheinlich kein Geld über! Es gab einmal eine Zeit in der die Begriffe soziales Handeln, Verantwortung, Hilfe, Ethik und ein gesundes Leben ist mehr Wert, als die Gewinne, die man auch mit Krankenversicherungen macht. Diese Zeiten sind leider vorbei, wie es scheint. Die Verantwortlichen für diese Entscheidung sollten sich ehrlich schämen, falls sie dazu noch in der Lage sind. Wo die konkrete Möglichkeit einer Heilung gegeben ist muss die Gewinnorientierung weit zurückstehen! Diese konkrete Möglichkeit kann nie durch Verwaltungsmechanismen, sondern nur durch unabhängige Fachärzte getroffen werden.
    Rechnet man die realen Kosten, die die Krankenkasse tragen würde, wären die Erspärnisse einer solchen Operation sehr wahrscheinlich imens!
    Ich wünsche Helena und Euch, die ihr die Eltern seid, die diese große Verantwortung ganz toll meistert alles Gute!

  2. Ulla Lorbach

    Das kann man nicht verstehen und da gibt es auch nichts zu verstehen. Vielleicht wäre euer Fall noch was fürs Fernsehen. Wäre doch interessant zu hören, wie die TK hier Stellung bezieht, zumal sie bei einem anderen Kind positiv entschieden haben.

  3. M.Mertens

    Was ist denn das für eine Ausdrucksweise. Hat da der Pförtner geschrieben. Das klingt wie ein Wunsch Ausgang zu bekommen. Oder eine Reise zu den Delfinen.
    Ich wünsche jedem der so unmenschlich über ein junges Leben urteilt, diese bangen Gedanken am eigenen Leib zu erfahren.
    Ich bin mir sicher, ginge es ums eigene Kinde gäbe es die Möglichkeit. Ich wünsche der Familie viel Glück und Kraft.

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